Rasenschäden vom trockenen Sommer: letzte Gelegenheit für Nachsaaten

Viele Rasenflächen haben über den Sommer stark gelitten. Es ist aber immer wieder erstaunlich und erfreulich, wie sich die Flächen wieder rasch erholen und regenerieren. Dort wo die Grasnarbe noch lückig und kahl zeigt können Anfang Oktober noch letzte Nachsaaten erfolgen. Auch wenn die Flächen bis zum Wintereinbruch nicht ganz schliessen ist doch der Grundstein gelegt, dass im Frühling die letzten Lücken sich rasch wieder schliessen. Auch aufwachsendes Unkraut kann solange selektiv gespritzt werden wie Pflanzenwachstum stattfindet.

Vertikutieren

An der Bodenoberfläche bildet sich aus abgestorbenen Pflanzenteilen nach und nach eine Filzschicht, die sich negativ auf den Rasen auswirkt (Hemmung des Luft- Wasserhaushaltes, Verminderung des Wurzelwachstums, Reduktion der Scherfestigkeit, Förderung von Pilzinfektionen). Dies entwickelt sich besonders rasch bei Rasenflächen, die durch einen Rasenroboter gemäht werden. Mit einer Spezialmaschine wird in die Grasnarbe von abgestorbenen Pflanzenteilen und oberidischen Ausläufern befreit. Bei starken Filzschichten mehrmals vertikutieren.

Rasenpflege im Herbst: Mähen nicht vergessen

Auch bei kalten Temperaturen muss der Rasen noch eine Weile gemäht werden. Häufiges Rasenmähen sorgt für einen regelmäßigen und gleichmäßigen Schnitt – die Gräser des Rasens wachsen schliesslich bis tief in den Herbst hinein noch weiter. Sie sollten also bei nicht allzu frostigen Temperaturen ruhig noch bis November oder gar Dezember mähen. Kurz geschnitten auf ca. 4-4.5cm überwintert der Rasen am besten.
So bleiben noch genügend grüne Pflanzenanteile übrig, damit der Rasen Fotosynthese betreiben kann. Ausserdem können sich die Gräser bei dieser Höhe besser gegen Moos und Unkraut behaupten und werden nicht komplett davon überwachsen. 
 

Im Herbst braucht der Rasen Kaliumdünger

Der Düngebedarf eines Rasens verändert sich in der kalten Jahreszeit. Bei der Rasenpflege im Herbst sollten Sie das mit einkalkulieren. Wir empfehlen, den Rasen mit einem speziellen, besonders kaliumhaltigen, aber dafür stickstoffarmen Herbst-Rasendünger zu bestreuen. Auch damit verringert sich die Gefahr, dass der Rasen durch Schneeschimmelbefall braun wird. Je nach Bodenbeschaffenheit empfiehlt es sich nach etwa drei Jahren, den Nährstoffgehalt des Bodens gründlich zu analysieren. An den Ergebnissen dieser Untersuchung können Sie sich anschließend beim Düngen orientieren.

Laub entfernen

Sobald das Laub fällt, sollten Sie den Rasen regelmässig davon befreien, damit er weiter atmen kann und ausreichend Helligkeit bekommt. Rechen Sie die welken Blätter am besten einmal pro Woche ab. So haben die Gräser ausreichend Licht, und Sie dämmen gleichzeitig die Moosbildung ein. Außerdem verhindern Sie auf diese Weise, dass sich sogenannter Schneeschimmel darunter bildet. Die Pilzerkrankung macht sich durch braune Flecken bemerkbar und gedeiht unter dem feuchten Laub besonders gut.